Donnerstag, 31. Dezember 2009

Happy New Year from down under.

Liebe Familie und Freunde,

wir sind mit einem spektakulaeren Feuerwerk vor einer noch spektakulaereren Skyline gut ins neue Jahr gerutscht. Mit einigen 10.000 Menschen haben wir uns in einem Park gegenueber der Oper mit sehr teurem Bier betrunken (das hiess uebrigens Hahn's Super Dry, wer will denn so was trinken???) und festgestellt, dass Australier doch nur Englaender auf einem anderen Kontinent mit etwas braunerer Hautfarbe sind (zumindest was den Kleidungsstil der Maedels beim Ausgehen angeht :))
Wir wuenschen euch allen ein frohes und gesundes Jahr 2010 und eine tolle Party.

Gruesse und Kuesse aus Sydney


Hiel we go again. Xmas at the campfire.

Merkwuerdig. Es ist Weihnachten und keiner geht hin. Wir haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen und ausgezeichnet zu Abend gegessen...und anschliessend ein bisschen gefeiert. Aber bei 30 Grad will das Rentier einfach nicht aus dem Sack. Stattdessen sitzt man am Lagerfeuer und geht in eine schaebige Bar und tanzt zu schlechter Musik. Vorgetragen von lustigen Musikanten aus Thailand, die zwar ihre Instrumente halbwegs beherrschen, aber ungefaer so englische singen, wie ich mit 8 und das auch noch ohne „r“.... Happin lukin for fleedam, hiel we go again...lidaemption song...plieti woman. Melly Xmas.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

CHANG CHANG. TARZAN UND JANE HABEN MUSKELKATER.

Nach all dem Elefantenbier, haben wir Elefanten geritten. Wahnsinn. Fuehlt sich ungefahr so an, wie einen LKW zu fahren...nur ohne Lenkrad. man sitzt auf etwas das gewaltige Kraft hat, etwas dass es nicht mal merkt, ob wir mit zwei oder fuenf Personen drauf sitzen. Etwas, dass mich und meine fettfreien 85kg mit einem kleinem Ruck seines Ruessels durch die Luft schleudert und im Vorbeigehen einen Baum umreisst. Wir haben uns gefuehlt wie Tarzan und Jane. Jetzt wissen wir: die beiden muessen Hornhaut an den Beinen haben, denn die Viecher sind ganz schoen boerstig. Und die beiden muessen nach jeder Szene Muskelkater haben. Denn es ist sau anstrengend...aber nach all den grossen Changs gibt es gleich einen kleinen. Und zwat kalt und aus der Dose. Den hat man wenigstens im Griff.

MERRY XMAS


Wir wuenschen allen ein wunderbares Weihnachtsfest. Die allerbesten Gruesse aus Thailand mit ein paar Bildern aus Bangkok.

Nicola und Nils.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Viele Elefanten fuer ein paar Affen.

Sitzen jetzt seit fast fuenf Stunden vor dem vermeintlichen Affenfelsen und trinken Changbier. Ich bin gleich betrunken. Nicola verweigert so langsam die Zusammenarbeit. Wird Zeit, dass die Affen kommen - bevor wir uns unbeliebt machen. Und dann kommen sie. Eigentlich kann man gar nicht sagen, sie kommen. Sie sind ploetzlich da...das wird auch zeit, bevor ich nicht mehr gucken kann. Eine ganze Herde, bestimmt 25 Tiere spielen direkt vor uns auf dem Felsen. Maximal 20 meter von meinem Chang. Nicola ist ganz aus dem Hauesschen. Da hat sich das viele Bier ja doch gelohnt. Vielleicht trinken die Affen ja auch Elefantenbier, wahrscheinlich nicht - die sehen sehr vernuenftig aus. Fast ein bisschen spiessig...sind halt auch nur affen.

No Blutegel. No Fun.

Gestern haben wir eine krasse Dschungeltour gemacht. Als der Guide mitten in einem Mangrovensumpf aus dem Boot sprang, bis zur Brust im Morast steckte und meinte, dass hier der Ausstieg sei und ohne Blutegel, ja alles nur halb so lustig, wussten wir nicht so richtig ob wir lachen oder weinen sollten. Aber es war sein ernst. Und das war gut so, wir hatten einen Heidenspass. Sind durch Hoehlen geschommen und gewatet und hatten einen super Tag am riesigen Stausee im Nationalpark. Super Investition.

Wir haben Hand.

Irgendwas haben wir angefasst was bei uns beiden eine saftige allergische Reaktion ausgeloest hat. Unser beider Haende sind geschwollen und ziemlich druckempflich. Wir koennen nichts so richtig anfassen. Sie scheinen voellig ueberdurchblutet zu sein. Sehr unangenehm. Hoffentlich geht das schnell weg....

Zurueck nach Ranong. Weiter nach Kao Sok.

Nach einer guten Woche haben wir es schliesslich geschafft. Wir haben die Insel verlassen und sind wieder in Ranong. Am Sonntag und es Strassefest. WALKING ROAD. Und wir sind mittendrin.Morgen soll es mit dem Bus nach Takua Pa gehen. Von dort weiter in den den Kao Sok National Park. Wir kriegen den Bus und landen nach 2,5 Stunden in Takua Pa. Aber der Bus nach Bao Sok kommt nicht. Jemand sagt uns viertel nach, es wird halb. Dann sagt jemand viertel vor, es wird ganz, es sagt ein anderer viertel nach, es wird halb. So geht es die ganze Zeit. Wir gehen jedem Busfahrer auf die Nerven und fragen ihn, aber niemand faehrt anscheinend nach Kao Sok. Am Ende des Tages um halb sechs ( der letzte Bus solle angeblich um 5 kommen) kommt schliesslich doch ein Transportmittel. Der Fahrer erklaert uns, der viertel nach vier bus waere halt ausgefallen. So laufts...haetten wir wissen koennen...sollen. Aber wir machen Fortschritte und waren ziemlich entspannt. Nicola hat auf dem angrenzenden Foodmarket Fruelingsrollen gekauft. Alles cool. Um halb sieben sind wir in Kao Sok und beziehen unser Resort. Huebsch aber haesslich.

FUENF ETNOMATTEN GLEICH EIN GARTENZWERG.

Auf der Insel leben viele Haengengebliebene. Althippies. Sie haben oft mit den Resortbesitzern also den Thaifamilien Deals ausgemacht und wohnen in eigenen kleinen Huetten, denen man dieses natuerlich nach so langer Zeit auch ansieht. Man erkennt die Haengenbleiberhuetten vorrangig an der aggressiven Hippiedeko, welche die Huetten ziert. Grundsaetzlich kann man die Gleichung aufstellen: Fuenf Etnomatten sind im Endeffekt ungefaher so haesslich wie ein Gartenzwerge. Auch ab der 12 Bambushaengekonstruktoni fuer vertrocknete Pflanzen muss das wie ein Gartenzwerg gewertet werden. Zwei Asia Liegematten – halber Gartenzwerg. Gut, dass die Freunde keinen Strom haben, sonst wuerden sie Peacezeichen in den Himmelprojezieren, was sicherlich fuenf bis acht Gartenzwerge ausmacht. Manche von diesen Hippiefreunden schaffen es also auf umgerechnet 15 bis 20 Gartenzwerge. Wenn sie das wuessten, wuerden sie wahrscheinlich umschulen. Oder wieder nach hause fahren. Oder beides. Das waere wohl am besten.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

BRATKARTOFFELN UND BULLETTEN.


Wir haben es geschafft. Es ist natuerlich doch ueber/ueber/Uebermorgen geworden. Aber wir haben es geschafft. Wir sind zu Mama’s gelaufen. Dem Restaurant. Die Koechin hat angeblich bei einem Bayern gelernt. Eine gute Stunde haben wir gebraucht, um hinzulaufen. Unterwegs haben wir fast alle Huettendoerfer (alias „Resorts“)anschauen koennen und mal wieder festgestellt, dass wir es bei uns sehr gut haben. Wir laufen durch ein Dschungelstueck und stehen schliesslich in einer kleinen, traumhaften Bucht auf deren Felsnase sich das Mama’s in den Abendhimmel reckt. Ein Wahnsinnspanorama. Und nach fast zwei Wochen gruenem, rotem und was weiss ich was fuer Curry werden wir hier endlich mal was anstaendiges essen. Waehrend uns die thailaendische Sonne eine Galavorstellung liefert, bestellen wir Bratkartoffeln mit German Meatballs, in Fachkreisen auch Bullette genannt. Obligatorisch leicht zu scharf, aber eine Sensation. Das waren bis jetzt die suedlichsten Bulletten unseres Lebens. Der Rueckweg – nachts durch den Dschungel - vor dem hatten wir Respekt. Sicherheitshalber noch zwei Chang...dann gehts los.

DIE INSEL.


Wir sind auf KO Chang. Einem Traum von einer Insel. Wenn auch ein ganz kleiner. In der Hochsaison, sollen angeblich bis 300 Touristen hier sein. Kann man sich kaum vorstellen wenn man hier ist. Die meisten von den Leuten hier sind haengengeblieben. Wollten eigentlich nur 2 Tage bleiben und sind teilweise jetzt schon 2 Monate hier. Und man kann es verstehen. Das Leben ist einfach. Morgens steht man auf und laesst sich ein wunderbares Obstmuessli machen. Danach ist es eigentlich auch schon zu heiss, um noch wirklich was zu unternehmen. Strom gibt es auch nicht, also kommt man auch nicht auf dumme Gedanken. Ab mittags zaehlt man die Stunden bis zum allabendlichen Volleyball. Dort trifft man dann alle Leute, die am am gleichen Strand wohnen und kann sich gleich fuer abends verabreden. Als wuerde man sich nicht sowieso treffen. Dann isst man Thai und trinkt dabei viel Chang. Dann spielt man bloede Spiele wie SHITHEAD oder Poker und geht irgendwann ins Bett. Man disutiert ueber Gott und die Welt mit Gott und der Welt. Die verschiedensten Lebenskonzepte mischen sich hier zu einer interessanten Mischung. Die Frage nach dem „ Was machst du, wenn du zuhause bist“ wird sehr selten und sehr vorsichtig gestellt. Manche verweigern eine Antwort. Manche wissen es gar nicht so genau. Bei manchen ist es auch egal. Die leben eh nur fuer den Winter auf der Insel. Wer schlau war, hat die Abendstunden in denen der Generator lief, genutzt um seine elektrischen Geraete wie Kameras und Co. aufzuladen. Wenn nicht – morgen vielleicht. Macht ja nichts. Ansonsten haengt man in der Haengematte oder liegt sonst irgendwo rum. Hauptsache im Schatten. Eigentlich wollten wir heute zum Minimart. Hat nicht geklappt. Morgen vielleicht. Man munkelt, dass an einem Ende der Insel sehr gut gekocht wird. Ubermorgen vielleicht. Morgen wollen wir schliesselich vielleicht zum Minimart.

PICS

ALADDIN DIVE SAFARI

Unsere Tauchsafari ist vorbei. Aber wir hatten eine extrem gute Zeit an Bord. Nach Startschwierigkeiten auf Grund von Jet Lag und Seekrankheiten konnten wir die Besuche der wunderschoenen Similian und Surin Inseln erst richtig geniessen und haben auch unseren Frieden mit dem Tauchen geschlossen. Wir hatten das Glueck eine grossartige Gruppe um uns herum zu haben mit der wir viel, viel Spass hatten. Auch wenn wir als die einzigen Anfaenger immer ohne die anderen tauchen waren. Kris war ein grossartiger Instructor und nach der ersten Nacht an Bord, war es einfach toll mit dem Dingi an den Strand zu fahren, vorher durch die Unterwelt geflogen zu sein und anschliessend wieder in den Sonnenuntergang hinaus zu fahren. Abends kommt man nirgendwo besser zur Ruhe als auf dem Sonnendeck, von wo man der Sonne beim Untergehen zuschauen kann... ein kaltes Chang. Herrlich. Auf jeden Fall haben wir uns ordentlich entspannt und unsere Aengste vor dem Meer wenn nicht ganz abgebaut, so doch in eine Art vernuenftigen Respekt verwandelt. Es tut gut zu wissen, dass da unten eigentlich nichts ist, was einen attackiert. Es sei denn man tritt rein oder fasst es an oder man sieht aus wie Beute...nur doof beim Surfen, aber das machen wir ja erst spaeter. Alles in allem: ein unglaubliches Erlebnis.

Der Tod traegt Schwimmflossen.

Tauchen am letzten Tag am Richelieu Rock, einer Erhebung im offenen Meer, die nicht nur einer beeindruckenden Vielzahl an Tieren und Pflanzen ein Zuhause bietet, sondern vor allem ein Magnet fuer viel zu viele Taucher ist. Bei einem ueberwaeltigem Tauchgang duerfen wir Zeuge eines beeindruckenden Schauspiel sein. Ein wohl mannsgrosser Baracuda schwebt reglos ueber dem Riff und wartet auf Beute. Sehr erhebend. Das kann man leider von den meisten Tauchern hier nicht sagen. So ruecken Muraehnen, Kofferfische, Nemo und Freunde in den Hintergrund und man widmet seine Aufmerksamkeit einer anderen wunderlichen Spezies: dem Tauchjapaner. Selbstredend ausgestattet mit hochwertiger Kamera, paddelt er bevorzugt in Schulen (Unterwasserausdruck fuer Herde oder Rudel) eher weniger elegant um jedes noch so kleine Lebewesen herum. Seine Jagdtaktik dabei ist folgende: Zwei bis drei machen die Vorhut und blitzen alles blind was keine Hoehle hat, dann kommen die anderen 9-10 und kreisen die nun orientierungslosen Opfer ein und fotografieren was die Speicherkarte hergibt. Zur Not wird mit einem kleinen unromantischen Stocherstab noch etwas Bewegung in die bloede Muschel gebracht, die sich partout einfach nicht oeffnen will, obwohl das so gebucht war. Dann kugelt die Gruppe weiter....Ungewollt wird der Tauchjapaner dabei zum gefaehrlichsten Lebewesen der Weltmeere. Die Chance, dass einem dies hinterhaeltige Tierchen mit seiner Kamera blitzdingst und anschliessend die Brille vom Kopf reist, ist wissenschaftlich betrachtet 24.676 Mal hoeher als von einem Hai attackiert zu werden. Vielleicht sollte man endlich Horrofilme drehen, die den neuen Machtverhaeltnissen im Meer gerecht zu werden. ...“ Der Tod traegt Schwimmflossen“.

TODAY WHAT DAY? TODAY PIZZA DAY (NIKOLAUS)

Zum Nikolaus bekommen wir alle ordentlich Seegang in den Stiefel gesteckt. Macht auch nicht so dick wie Schokolade, eher das Gegenteil. Machen die Theoriepruefung (Nicola ist natuerlich besser) und duerfen uns jetzt PADI OPEN WATER DIVER nennen. Das ist ungefaehr so wie ein Motorradfueherschein bis 125ccm. Man darf zwar fahren, aber nicht so wie man will. Aber fuer uns reicht der erstmal vollkommen. Bis 18m duerfen wir jetzt runter. Und viel tiefer zieht es uns auch gerade nicht. Zur Feier des Tages faengt die Crew Tunas ( Das Taucherzeichen fuer Tuna ist uebrigens das Aufrollen einer Dose – wie geschmacklos). Die werden vom Captain hoechstpersoenlich zu SASHIMI verarbeitet. Nils verpasst dieses Festmal, denn er liegt leider noch (20Uhr abends) in Sauer in unserer Kabine direkt neben der Kueche. Dort kann man dank einer liebevoll abgeschmeckten und ueber die Jahre immer wieder verfeinerten Geruchsnote von Motoroel an Abgasen mit Fischsauce hervorragend schlafen.

ICH FUHL MICH WIE EIN PORZELLANLADEN.


Das billige Thaibier heisst Chang und kommt in Dosen oder kleinen handlichen 0,625 Liter Flaschen daher. Chang heisst auf Thai Elefant. Und jetzt weiss ich warum. Wenn es warm wird, schmeckt es wie - wisst ihr selber - dank 6,7 Prozent Alkohol bekommt man damit auch einen Elefanten breit und am naechsten Tag fuelt man sich wie ein Porzellanladen. Nachdem der Elefant sein Unwesen getrieben hat...alles ist durcheinander. Teufelszeug. Ich reise ab. Wenn ich nur von Bord koennte.

TODAY WHAT DAY? TODAY KING BIRTHDAY!

Heute hat der Koenig Geburtststag. Und die Thais lieben ihren Koenig ueber alles. Man munkelt er wird 83. In Bangkok feiert heute das ganze Land. An Bord traegt der Kaptain pink und ist gut drauf. Immerhin. SWING fragt den ganzen Tag „TODAY WHAT DAY?“ und antwortet natuerlich auch immer selber: „TODAY KING BIRTHDAY!!!!“. Starten den grossen Tag mit einem Tauchgang um sieben Uhr und sehen ueber den Tag verteilt viele tolle Tiere. Riesige Meeresschildkroeten und beeindruckende Muraehnen...versuchen parallel die Theorie fuer unsere tauchpruefung zu pauken. Abends stossen wir mit Kris und Klaus auf den Koenig an. Mit dem Ergebniss, dass Nils am naechsten Tag nur einen kleinen Tauchgang macht. Dachten Kater moegen kein Wasser und kommen nicht an deck. Aber dieser kam, sah und siegte auf ganzer Linie. Mistviech. Wenn wir wieder an Land sind, ertraenken wir symbolisch einen in einer Tonne. Und zwar einen ganzen Tag lang und die naechste Nacht. Schliesslich hat er Nils auch so lange gequaelt.

WIR HABEN MUEDE. UND UEBEL.

Der erste Tag an bord. Wir sind immer noch gejetlagged. Muede und natuerlich innerhalb von ein paar minuten auch schon seekrank. Doch wir lernen schnell: das wichtigste bein tauchen ist die richtige medikation. Kris, unser instructor, hat fuer jedes zipperline eine tablette oder zwei und so kriegen wir schnell unsere fragilen maegen und nebenhoehlen in den griff. Aber wenn wir nicht tauchen, schlafen wir. Oder essen. Die ersten tage des reisens fordern ihren Tribut und wir zahlen. Und zwar gerne.

DER SCHLINGERNDE TEPPICH.


Mindestens genauso wichtig wie Swing ist natuerlich der Captain der flying carpet. Ein wortkarger seebaer, den alle einfach nur Captain nennen. Man sieht ihn so gut wie nie, den schliesslich muss er ja das das boot steuern – meint man. Die meisste Zeit guckt er dabei Fernsehen oder spielt an seinem laptop rum. Das fuehrt dazu, dass wir nie geradeaus fahren. Der fliegende Teppich tuckert in ausdrucksstarken Schlangenlinien in Richtung Similian Islands, Surin Islands und zurueck. An einer Insel angekommen muss der Chef erstmal von Bord und Sand vom Strand holen, einen Fisch angeln und eine plastiktonne aus dem meeresunrat angeln – alles fuer BUDDHA versteht sich. Der passt auf uns auf, erklaert uns einer der bootsjungs. Doch wenn der Captain seine ganze aufmerksamkeit auf das schiff lenkt und das tut er sobald wir uns einem tauchplatz naehern, zeigt er was er und sein schlingernder teppich auf dem kasten haben. Kein schiff kann so dicht an die Riffe fahren, kein Schiff steht so praezise an der Boje wie wir, kein schiff fischt einen auch so schnell wieder aus dem meer.

NO NAME – NO COFFEE. NO BRIEFING – NO DIVING. NO DIVING – NO FOOD.

An Bord begruesst uns SWING, die kleine aber durchaus muntere Koechin der flying carpet. Swing benimmt sich wie ein hyperaktiver Papagei und repetiert wie ein maschinen gewehr die fuenf englischen phrasen, die sie kann und das Leben an Bord erklaeren. Man sagt uns, sie waere ruhiger geworden mit dem Alter…gut, dass wir das erste mal mitfahren. Jedenfalss muessen wir ganz schnell unseren namen auf eine kaffeetasse kleben…sonst gibts halt keinen kaffee – no name no coffee. Vor dem Tauchgang findet das obligatorische briefing statt, in dem der guide den “Spot” erklaert. Ebenso obligatirisch ist Erwaehung, dass hier schon mantas und wahlhaihe gesichtet wurden - no briefing no diving. Nach dem tauchen hat man hunger und Swing hat gekocht – und zwar in der regel gut und mit viel knoblauch. No diving no food.

MIT DEM BUS ZUM FLIEGENDEN TEPPICH.

Nach einem Tag feuchter Trockentauchuebungen in einem Pool in Ranong mit Klassikern wie Brillenauspusten, Atemgereat wechseln ohne sich zu verschlucken und einigen Panikattacken geht es mit dem Bus nach Kaolak, dort liegt die sagenumwobene “flying carpet”. Heim und Basis fuer die naechsten Tage und etliche mehr oder weniger amuesante Ausfluege in Thailands Unterwasserwelt. 3 Stunden Fahrt in einem Minibus, der zwar Air hat aber keine con hat- ausgestattet mit einem Fahrer ohne Zaehne, der leider nicht gelernt hat, dass sein Hass auf das Gaspedal sich direkt auf unsere Gefuehle ihm gegenueber auswirkt. In der letzten Reihe kollabieren Marco und Heike (am letzten Tag hatte auch ich die Namen drauf) in regelmaessigen Abstaenden und als Temperatur und Stimmung im Bus schliesslich den Siedepunkt erreichen, erreichen wir auch Kaolak. Und besteigen unser Boot….

KATASTROPHENTOURISMUS.

Morgen gehts zum Tauchen. Waren noch mal essen. Im Sopho’s Hideaway in Ranong. Auf Empfehlung des Tauchschulenchefs…ziemlicher Tourischuppen…aber kann man nichts machen.
Nicola isst einen Ceasar’s Salat. Sollte eigentlich Ceasar’s Toast heissen, denn er besteht vorrangig aus frittiertem Toastbrot garniert mit einer Tomate und ein bisschen Gruenzeug. Nils isst gruenes Curry. Chicken natuerlich. Auf Nachfrage in „MEDIUM SPICY“. Sehr lecker, aber so scharf, dass ich aussehe wie ein ausgedrueckter Schwamm. Und zwar ein ziemlich roter. Aus jeder Pore tropft es, ich komm mit der Bier-, Shakenachfuhr nicht nach und ploetzlich sind so viele Kellner in unserer Naehe wie noch nie. Ich glaube die wollen einfach mal gucken wieviel Wasser aus einem Europaeer kommen kann. Vielleicht befuerchten sie einen zweiten Tsunami, damit kennen sie sich schliesslich aus. Kurz bevor sie anfangen organisierte Bustouren aus anderen Restaurants an unseren Platz zu planen wechseln wir den Tisch und gehen schliesslich nach Hause. Schluss mit Katastrophentourismus. Zumindest solange ich die Katastrophe bin.

Sonntag, 13. Dezember 2009

today what day? today internet day!!!!!


yeah...wir haben internet. und zwar in form eines kleinen, huebschen laptops den wir nach langen diskussionen mit den thai ladies in einem computershop gekauft haben...keiner sprach englisch, aber nach nur 10 thaiminuten (45 Minuten) haben wir eine kleine kampfmaschine, die sogar auf englisch lauft....wahnsinn. blogspot wird jetzt regelmaessiger gefuehrt...denn ich muss nicht mehr in dunklen internethoehlen meine stunden verbringen, sondern kann komfortabel vortippen...hammer....

haben dafuer den halben tag zwei jungs und ihre roller blockiert, die uns durch die stadt gefahren und immer auf uns gewartet haben. wir werden besser. gleich gehts in den bus nach kaoh sok. in den dschungel. affen gucken und moskito gesaenge ueben. toll.

Walking Road Ranong

Wir sind mal wieder in Ranong. Ich sitz in einem 45 grad heissen internet schuppen und es ist walking road. sowas wie fussgaengerzone oder Strassenfest....auf thai. kleine dicke maedchen tanzen hulahup. kleine dicke jungs blasen in ihre trompeten...andere duenne maedchen werden von ihren in pink gekleideten vaetern zu tradionellen taenzen gezwungen....ueber all gibt es essen...wir fressen uns gleich durch das alphabet der thai kueche...haben einen haufen tshirts fuer mich gekauft und ruesten uns fuer den dschungel. morgen gehts in den regenwald... und wir haben munition gekauft. gegen muecken. damit koennte man bestimmt auch eine kuh vergiften...wir schmieren es uns auf die haut.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

NEW PICS

CHECK OUT SOME PICS IN THE FLICKR SLIDESHOW AT THE BOTTOM OF THIS PAGE.

ALL THE BEST FROM KO CHANG.

NICOLA & NILS

Dienstag, 8. Dezember 2009

Fusspilz, Schweinegrippe: 1 EURO>>>>DAY2 BANGKOK


Tag zwei in Bangkok. Natuerlich gehen wir in einen tempel. genauer gesagt in einen kleinen hinter dem gigantischen koenigstempel. Dort laeuft man in kleinen grueppchen barfuss durch die raumlichkeiten und schaut sich buddhas in den verschiedensten posen an. herauragand hier: der liegende 45m lange liegende buddha. hier kommt man sich besonders nah. Schoen...alle huesteln, so ein bisschen vor sich hin, die asiaten tragen mundschuetze, das gibt einem immer wieder ein gutes gefuehl...hier kann man sich bei seiner heiligeit bis zum syphilis alles abholen, was das herz beghert. und das fuer guenstige 50 baht pro kopf / ca. 1 EURO...danach gehts raus in die hitze. 38 grad. schnell auf ein mekong boot, das und spaeter irgendwo rauswirft....wir kommen auch irgenwo an, wissen nur nicht genau wo. na ja, wir finden was zu essen und was zu trinken, finden spater auch die beruehmte kao san road in bangkok, wo leonardo de caprio in "the beach" auch rumlaueft...da finden wir fuer nicola auch noch noch eine schluffige thai hose und einen neuen bikini. schliesslich wollen wir ja an den strand....die hitze macht uns fertig. mit einem kleinen longtail schnellboot fahren wir zurueck zum hotel netterweise lassen die uns noch mal duschen bevor wir in den bus nach ranong muessen. Zum busbahnhof brauchen wir 80 minuten. wir kommen natuerlich zu spaet. der taxi fahrer spricht kein einziges wort englisch und faehrt stoisch vor sich hin. er scheint sich immer fuer die langsamte spur zu entscheiden, und wir sind kurz vor busbahnhof mit den nerven am ende...der scheiss bahnhof ist riesig und wir muessen mit unseren fuer solche spaesse natuerlich zu schweren rucksaecken ueber den platz sprinten. doch irgendwann spricht nicola ein mann an, der behauptet der fahrer zu sein....cool. anscheinden haben die auf uns gewartet....gott sei dank. auf nach ranong...

Bangkok day 1


Nach einer den Umstaenden entsprechen relativ angenehmen Reise landen wir endlich in Bangkok. Dank einer erstklassigen Schlaftablette sind wir relativ ausgeschlafen und fit. Unsere Rucksaecke sind heil mitgekommen und schon kann es losgehen in diesen Asia Moloch. Der Taxi Fahrer ist nett zu uns und faehrt uns fuer faires geld in unser hotel. Doch das ist leider voll -  trotz Vorabbuchung.
aber die Thais haben uns umgebucht - in einen fuenf sterne tempel, wo wir im 24.!!!!Stock ein ziemlich luxioroeses zimmer bekommen. spater entdecken wir den Pool im achten stock, wo wir am naechsten morgen den Tag beginnen. Doch nun wollen wir schnell raus....an der naechsten Strassenecke essen wir erstmal was. SChoen direkt an einer vierspurigen Hauptverkehrsstrasse, aber das scheint hier niemanden zu stoeren. hier sitzen fast nur thais und wir weissen riesen. per fingerzeig auf den tisch vom nachbarn bestellen wir mehr oder weniger irgendwas. Nicola bekommt eine sensationelle meeresfruechte suppe. ich irgendwas mit huenchen oder anderem fleich, schwer zu sagen. Aber es fuehlt sich alles super an. Die kalten bier kuehlen angenehm die von der ungewohnten schaerfe angeschlagenen geschmacksnerven. dann laufen wir einmal kurz um den block. das dauert sofort 3 stunden, denn der block ist gigantisch. uerball bereiten sich die asiaten auf den anstehenden geburtstag ihres koenigs vor. alle sind total euphorisch und freuen sich.alles ist gross und neu und antrengend. ueberall kann man fotos vor der verruecktesten kulissen machen und so weihnachtsgruesse an die heimat schicken. die spinnen die asiaten.....
nach ein paar bier in einer bar gehen wir schlafen....um am naechsten tag noch mehr zu sehen....aber der start war schon mal bombastisch.