Freunde,
Nach Neuseeland, Australien und Fijis kommen jetzt die Alpen. Henning und ich fahren mit dem Fahrrad drüber. Und zwar in drei Wochen und ein paar Tagen. Das Knie zwickt, ich bin nicht in Form und habe wenig Zeit zu trainieren....aber das findet ihr alles auf unserem Blog.
Lest unsere Geschichten aus tausenden Metern Höhe auf:
lesbaroudeurs.de
P.S. Unter allen registierten Lesern verlosen wir eine Kiste Erdinger.
Sonntag, 6. Juni 2010
Samstag, 24. April 2010
Freitag, 12. März 2010
Mittwoch, 10. März 2010
Hey kleines dickes Maedchen. You are an IRONMAN.
Zufaellig laufen wir in Taupo in den Ironman Neuseeland. Geil. Verpassen den Start nur ganz knapp, sind aber fuer unsere Verhaeltnisse verdammt puenktlich. Tolle Wettkampfathmospaere in der Stadt. Wir schauen den Schwimmern bei ihren 3,8km durch den arschkalten See zu und gehen dann erstmal fruehstuecken. Sportlerfruehstueck versteht sich. Spiegeleier, Speck, Toast. Nicola isst pochierte Eier an Spinat und Pilzen mit Sauce Hollandaise auf Kartoffelpuffer. ARGHHHH. Dazu den kleinen Cappuchino. So gestaerkt, schauen wir uns jetzt die Fahrraedfahrer an. Ich nerv Nicola, in dem ich staendig auf Fahrraeder zeige und erklaere was daran gut ist und warum ausgerechnet dieses Fahrrad meiner Triathlonkarriere einen kaum messbaren aber psychologisch unglaublich wertvollen Boost geben wuerde. Mein Traumfahrrad (das weisse P3 2010) kommt drei bis viermal vorbei....im Mittelmass meint Nicola. Boesartig. Bevor die Freunde laufen gehen, gehen wir noch mal ins Spa. Man soll ja nicht mit kalten Beinen an der Laufstrecke stehen. Das ist ungesund. Die Profis kommen schon ins Ziel und wir gehen essen. Dann noch mal Tragoedien schauen. Meine Guete. Alle sind um 7 Uhr Morgens gestartet. Um acht Uhr abends haben manche noch 21km Laufen vor sich....Da spielen sich echte Dramen ab. Aber alle, die im Ziel sind - und das teilweise zu unglaublich guten Zeiten - werden gefeiert. Nicht nur vom Stadionsprecher, der jeden namentlich einlaufen laesst. Ich bekomme noch eine Gaensehaut....wenn er immer wieder hinausbruellt „Well done, Stewart, Peter, Lisa, dicker Chinese, duenner Japaner, muskebepackter Amerikaner, kleines, dickes Maedchen: „ YOU ARE AN IRONMAN!!!!!!“Morgen geh ich radfahren.
Zu Fuss durch Mordor. Mit Bus Pick-Up hinter Mount Doom.
Tongariro-Crossing. Eine 19km lange Wanderung quer durch Vulkanland. Ueber dem einen Berg (Mount Nghauruhoe) schwebt in Herr der Ringe das boese Auge Saurons. Der Weg dahin, die Lawastroeme, die verbrannte Erde und Geroellhalden waren Teil dessen, was im Film Mordor wurde. Eine gewaltige Kulisse. Und das auch ohne Special Effects. Man fragt sich wieso keiner Bilbo vom den organisierten Bustouren erzeahlt hat. Das haette sein dunkles Gemuet sicher aufgehellt. Wir haben uns ueber den Bus schliesslich gefreut. Nach 6,5 Stunden auf und ab. Merkwuerdig: Schullkassen ziehen durch Mordor. Das sagt einem vorher keiner. Man rechnet hinter jeder Ecke mit Orks und anderen finsteren Gestalten. Aber auch die haben sich bestimmt in ihre Loecher zurueckgezogen als sie die Horden prepupertaerer Penaeler auf sich zustuermen sahen, die bis zur Haelfte des Anstiegs geradezu widerlich gut gelaunt sind. Doch dann trifft auch sie die Sonne und der Anstieg. Und man goennt es ihnen von Herzen. Zu Hunderten schwirren sie um einen herum, schmeissen sich todesmutig in jedes Foto, gruppieren sich zielsicher um einen herum. Am besten man setzt sich mitten hinein, dann ist die Chance am groessten, dass ihnen das zu langweilig ist. Interessant wird es dann noch mal auf dem Abstieg. Da sinkt naemlich der Unterhaltungsfaktor der Strecke mit mit jedem Meter den wir uns wieder dem Meeresspiegel naehern. Dabei steigt den Quengelfaktor enorm und allen faellt ein, dass sie ja total muede sind und der Rucksack so schwer. Trotzdem toll, dass hier so was gemacht wird. In Deutschland muesste man sich als Leher wahrscheinlich vier Anwaelte nehmen, bevor man mit einer Schulklasse solch eine Wanderung macht. Denn dort - so hoeren wir undercover bei dem deutschen Rentnerpaerchen mit – wuerde so eine Wanderung nicht so einfach gehen. Und die Kleinen wuerden so schwer tragen und ueberhaupt die Schuhe und der Ruecken und genug zu trinken und Haltungsschaeden und Socken, Hosen , Jacken, Brillen, Muetzen und was nicht noch so dagegen spricht. Ist halt Mordor hier. Da laueft das anders.
Dienstag, 2. März 2010
Glowworms
Ein wunderbares Spektakel....Links seht ihr die Hoehle durch die wir geklettert sind, Rechts ist eine Schlucht und in der Mitte stehen wir. Im Hintergrund sieht man Gluehwuermchen. Gut, es sind ein, zwei Buesche davor. aber grundsaetzlich toll.
Stell dir vor es kommt ein Tsunami und alle gehen hin.
Tsunamiwarnung fuer Neusseland. Aber wir scheinen hier die einzigen zu sein, die das halbwegs ernst nehmen. Ansonsten fahren viele Kiwis erwartungsvoll an den Strand, trinken dort Kaffee oder Campen dort in der Hoffnung Zeuge zu sein, wenn die vermeintliche Welle die Kueste trifft. Das tat sie dann auch. Und zwar morgens um 8.20 Orstzseit. Und sie war gigantische 1,20m hoch. Also nicht zu sehen, nur von Messgeraeten zu erfassen. Ein bisschen entschaeuscht schienen schon alle zu sein. Keine Killerwelle, die die ganze Kueste zerstoert. Dann waere wenigstens endlich mal was los gewesen hier.
DIGGA, WIR BRAUCHEN MEHR BIER. ABEL TASMAN NATIONAL PARK.
Vier Tage Wandern im Abel Tamsan National Park. Endlich benutzen wir unsere Wanderrucksaecke mal zum Wandern und die sie koennen ihre gigantischen Packvolumina – meiner soll angeblich bis zu 75l fassen – ausspielen. Zelt, einpacken, Schlafsaecke, Isomatten und Essen fuer vier Tage. Fuer uns Fressmaschinen. Das wird schwer. Gott sei Dank haben wir keine Wagen zur Hand. Am Ende liegen wir bei ca. 12- 15 Kg wuerde ich schaetzen. Die Tagesdistanzen liegen bei jeweils 3-5 Stunden laufen. Laecherlich wie wir befinden. Das Wetter ist gigantisch und wir entscheiden uns den ersten Tag mit dem Kayak bestreiten. Erspart viel Schlepperei und eroeffnet viele schoene Blicke auf tolle Sandtraende, Seehundkolonien und zwei Hamburger Jungs, die wohl die das gleiche vorhaben. Allerdings mit voellig anderer Grundidee. Ihr Hauptproblem ist das Ladevolumen des Kayaks: 120l. Da auch sie leider ja Essen und ein Zelt brauchen bleiben hoechstens 40l Stauraum fuer Bier. Und das Alda, Digga, weisst du, iss viel zu wenig. Aber der schlaue Hamburger denkt mit und trinkt vor, den was im Bauch ist, muss ja bekanntlich nicht ins Boot. Mit ordentlich Schlagseite gehts dann aufs Meer hinaus. Wir treffen sie spaeter wieder. Da zieht man sich gerade gegenseitig aus dem Boot. Ich wusste nicht, dass man eine Fahne tatsaechlich 30 m mit dem Wind riechen kann. Aber auch nuechtern, war Abel Tasman ein Traum. Traumstraende, tolle Wanderwege. Und ueberhaupt. Alda, Digga, weisste selber.
Was war zuerst? Das Ei? Oder Rugby?
Egal eigentlich. Wie mal ein beruehmter Rugbyspieler sagte:“ ich habe aufgehoert nachzudenken. Dsa vertraegt sich nicht mit meinem Spiel. SO aehnlich schauen wir uns auch das Spiel an. 15 Spieler pro Mannschaft scheinen sich mehr oder weniger ohne Regeln aufs Maul zu hauen. Trotzem verletzt sich keiner und abundzu faellt ein Tor. Alle trinken Bier und essen Pommes. Unser Heimteam die Wellington Hurricanes – die zur Zeit wohl beste Vereinsmanschaft der Welt - faellt 80 Minuten lang ueber eine arme Horden Buren aus Suedafrika her. Am Ende steht 40 zu 18. Eine Klatsche. Aber keiner hier hat weniger erwartet. Also gehen auch wir zufrieden nach Hause.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Freitag, 19. Februar 2010
Wir sind dann mal weg...
vier Tage Wandern im Abel Tasman. Das Handynetz ist schon weg. Internet haelt ironischer Weise laenger. Noch mal vielen Dank ans Headquarter in Bloh, dass wir uns jetzt entspannt Blasen laufen koennen. Die Rucksaecke sind voll und schwer. alles wird gut...
Mittwoch, 17. Februar 2010
Samstag, 13. Februar 2010
DUNEDIN. HOME OF THE BOYRACERS.
Dunedin. Ein kleines beschauliches Staedtchen an der Ostkueste. Wahnsinnswellen hier. Gehen mal ein bisschen Kaffeetrinken und Abends noch mal ins Kino. Invictus.“ Halt so‘n Ruggbyfilm“ erklaert Nicola ihn Leuten, die wir treffen. Morgan Freeman spielt Nelson Mandela...aber schaut ihn euch selber an. Abends wollen wir wieder an unserer Strandstrasse schlafen. Aber da ist heut e leider Rennstrecke. Die Kids treffen sich, um ihre gepimpten Autos gegeneinander zu testen. Nachdem mehrere ziemlich an unserem Heck vorbeirasen, suchen wir uns ein anderes Plaetzchen....Da ist ruhiger. Auch wenn die Sicht auf die Rennstrecke natuerlich nur halb so gut ist.
MILFORD
Haben versucht die Auswahl klein zu halten. Hat wohl nicht geklappt. Haben aber noch 450 andere Bilder fuer den Diaabend.
Sockenrand.
Wir sind zur Muellerhut gewandert. Das ist eine Berguette auf 1700m Hoehe. Wir muessen tausend Hoehenmeter machen. Und es ist steil.Und geroellig. Und sonnig. Anstrengend ist es. Gefuehlt laufen alle Menschen den Berg schneller rauf und runter als wir. Aber gut. Haben einen wunderbaren Tag und ich einen Sockenrand am Bein. Man sieht das bescheuert aus. Morgen zieh ich die weissen Tennissocken in den Flip Flops an. Dann sieht wenigstens keiner den Sockenrand.
Attacke am Wolkenaufspiesser : “ Be as boring as you can!!!!!!!“
Der hoechste Berg Neuseelands. Edmund Hillary (der Everest Erstbesteiger) hat hier frueher trainiert: Mount Cook. Aoraki nennen ihn den Maori. Das heisst uebersetzt sowas wie Wolkenaufspiesser. Kann man nachvollziehen. Schliesslich liegt seine Spitze wohl 200 Tage im Jahr versteckt in den Wolken. Als wir da sind, ist super Wetter. Wir machen eine kleine, aber feine Wanderung an den Gletscher, der dem Berge zu Fuessen liegt. Und sehen Schnee. Schnee. Komisches Gefuehl. Schnee. Das gehoert irgendwie nicht auf unsere Reise. Das gehoert woanders hin. Aber es ist toll. Nachts hoert man die Gletscher kalben. Das ganze Gebiet scheint zu brummen. Sehr beeindruckend. Am naechsten Morgen fallen die Keas ueber die Campingplatz her. Nicola und ich haben die Warnschilder nicht so ernst genommen, aber sie waren durchaus ernst gemeint. Keas sind sowas wie grosse Papageien. Von der Groesse einer Eule vielleicht. Ziemlich intelligent, ziemlich kreaftig und ziemlich verspielt. Die fummeln mit ihren scharfen Krallen und langen Papageienschnaebeln alles kaputt was sie zu fassen bekommen. Dazu gehoert zum Beispiel unser Camper. Unser Dachluken sind gern genommes Spielgeruest. Merke: Haue niemals unters Dach wenn du Keas darauf hast. Das finden die naemlich ziemlich ulkig und rufen alle ihre Freunde her. Nach dem Klopfen hat man statt drei Keas zwoelf Keas auf dem Dach. Fuer Keas gilt die gleiche Regel wie fuer Seeelefanten:“ Be as boring as you can!!!!!!!“
Liegengeblieben am Lake Tekapo.
Mit 25 durch die Wolken.
Jetzt haben wir endlich einen richtigen Camper. Der reine Luxus nach vier Wochen im WICKED. Haben uns den ersten Tag auch ziemlich darin abgefeiert. Der hat jede Menge Schickimicki. Kuehlschrank, Gasherd mit zwei Platten, elektrische Wasserpumpe, Nils kann sogar fast darin stehen, bei Strom koennen wir sogar unseren Toaster benutzen oder den Wasserkocher. Wahnsinn. Hinzu kommt seine unglaublich durchzugstarke 2 Liter Maschine, die einen bergauf in Nullkommanichts von der zulasssigen Hoechgeschwindigkeit von 100 Kmh auf gute 25 kmh runterbeschleunigt. Um diese Mordsgeschwindigkeit ueber einen laengeren Zeitraum zu halten, muss man den zweiten Gang bei guten 3 bis 3,5 Tausend Umdrehungen fahren. Hoert man dabei die richtige Musik, suggeriert der schnelle Takt und das Summen des Motors fast ein Gefuehl von Dynamik, was erst durch rechts ueberholende Rennrdfahrer pulversiert wird. „Sheepfuckers“ rufen wir ihnen freundlich zu. Natuerlich bei geschlossener Scheibe. Schliesslich will man sich nicht jemandem anlegen der schneller ist. Schon gar nicht in den nueseelaendischen Bergen. Die sind eng und kurvig.
Freitag, 12. Februar 2010
Mittwoch, 10. Februar 2010
3D
Ja, wir hatten ein leichtes Zivilisationsdefizit. Das haben wir nun in Christchurch etwas ausgleichen koennen. Soweit man das in einer Neuseelaendischen Stadt kann. Wir waren im Kino. Soagr zweimal. Einer der Filme war Avatar. Und zwar in 3D. War fuer uns beide der erste Film in 3D. Hammer. Also, wenn ihr Avatar schaut, dann in 3D. Wahnsinnwelten, Wahnsinnsbilder, einfache Story. Aber funktioniert einwandfrei. Und on Top gibts haessliche Brillen. Was will man mehr.
Sonntag, 7. Februar 2010
Danke Sydney.
Dingos, Guanos und Wakeboardprolleten.
YEAH. Wir sind in Mungobrush. Ein kleines und zur Ferienzeit nicht so feines Naturschutzgebiet ein paar hundert kilometer ueber Sydney. Wunderschoen hier. Man sitzt morgen am See und geniesst die Ruhe, Enten ziehen vorueber, Fische springen. Dann erklingt links neben einem das liebliche Brummen eines grossvolumigen Benzinmotors. Romantisch wird das Gas an den Anschlag gebracht und dann ziehen ein kraftstrotzendes Sportboot und ein Thestosteron triefender Wasserski Fahrer an uns vorbei. Schoen wie er die Enten verscheucht. Liebevoll fluegen sich durch das Brutgebiet und ueberfahren behutsam soviele Tiere wie moeglich. Na ja, Gott sei Dank gibt es ja am Land genug Tiere hier. Dingos (Wildhunde) und Goanos (Leguane) sollen hier ihr Unwesen treiben. Und das stimmt auch. Bei unserem Faultag am See werden wir mehrmalls fast von einem Leguan ueber den Haufen gelaufen. Die halten uns Menschen gerne mal fuer einen Baum erklaert man uns. Da wir nicht moechten, dass sie ihre Krallen in unsere Rinden schlagen, passen wir jetzt ein bisschen mehr auf. Auch auf die Dingos. Die Abends ueber den Campingplatz schlendern und nach Essen suchen. Komisches Gefuehl, so ein Wildhund vor einem. Besser nicht streicheln...und keine Kinder frei rumlaufen lassen. Die klauen die Dingos angeblich. Schade, dass das auch die Wakeboard Prolleten wussten.
Mittwoch, 3. Februar 2010
Blaue Hummer.
Hamilton Nationalpark. Kurz unter Brisbane wuerde der Australier sagen. Auf dem Weg dorthin haben wir es noch geschafft die einzige Kiesgrube zwischen Perth und Sydney zu treffen und stecken zu bleiben. Die beiden lesbischen Bauerinnen unterbrechen kurz ihr Bier um uns mit ihrem 4WD rauszuziehen. Kurz und kraeftig. Scheinen die oefter zu machen. Ich versuche zu helfen, habe aber den Eindruck, dass die beiden im kleinen Finger ihrer linken Hand mehr Kraft haben, als ich in meinem unglaublich austrainierten rechten Oberarm. Also stehe ich ein bisschen dabei und versuche lustig zu sein. Klappt besser. Die ganze Einlage kostet uns nur 10 Minuten. Haben wir das auch erledigt. Dann rauf in die Berge. Auf gute 1000 Meter. Brrrrrrrrr. Kalt hier. Bestimmt nur 25 Grad. Wir holen die Pullover raus.
Am naechsten Tag machen wir eine wunderbare Wanderung. 17km. 7 Stunden...rauf und runter. Viele verschiedene Tiere und Pflanzen begegnen uns. Wir sehen kleine Wallabees. (MiniKangeroos), gefuehlte 1000 Schlangen, riesige Voegel und blaue Hummer. Die begegnen einem mittem im Wald und sind offensichtlich auf dem Weg zum Wasser. Und zwar auf ihrem Weg. Und auf dem haben wir nichts verloren. Die Freunde poebeln wie die grossen. Und fuchteln einem mit ihren Scheren vor dem Gesicht rum. Sehr lustig und sehr beeindruckend. Hat sich gelohnt hier hoch zu fahren. Jetzt duschen wir noch schnell in der angrenzenden Lodge...und auf wieder an die Kueste. Wer weiss wann das naechste Schwimmbad kommt.
Danke Ian. Living in the public.
Wir sind angekommen. Im Camperleben. Wir schlafen fuer 10 Dollar auf offentlichen Campgrounds oder gleich fuer umsonst an irgendwelchen Raststaedten. Wir verbringen den Tag an offentlichen Restareas und benutzten den oeffentlichen Grill, die oeffentlichen Toiletten und alles andere was noch oeffentlich ist. Wir trocknen unsere Waesche am Zaun der Strandbar und waschen unter dem Beifall der Gaeste unser Geschirr ab. Geht das Applausometer ueber die fuenf Punkte Marke duschen wir auch vor Ort. Bei ueber acht Punkten mit Shampoo. Doch meistens nutzen wir die australischen Schwimmbaeder fuer die Wahrung einer leichten Koerperhyghiene. Schwimmbaeder sind naemlich hier schoen billig. Fuer ca. 2-3 Dollar kann man dann eine Stunde Sport treiben (Schwimmen), duschen, Zaehneputzen und was sonst noch so ansteht. Ein ziemlich guter Deal also. Wir danken Ian Thorpe fuer die unglaubliche Schwimmbegeisterung in Australien. Hat er halt gedopt. Uns solls Recht sein.
Freitag, 22. Januar 2010
RIDING GIANTS.
Haben unsere erste 30 Meter Wellen gesurft. Und zwar in Mungo Brush. Unsere 30 Meter Wellen waren allerdings aus Sand und haben sich nicht bewegt. Und wir leider auch. Genauer gesagt: Wir waren sandboarden. Bzw. wir haben es versucht. Leider entwickelte sich die Abfahrtsgeschwindigkeit nicht nach unseren Vorstellungen. Wir standen viel. Eigentlich nur, streng genommen. Und das in viel, viel, viel Sand, auf der groessten Duene Australiens. Nur ob ich sie rauf oder runtersurfe war egal. Bisschen bloed. Morgen wollen wir in Sydney wieder das andere Element reiten...Yeah...
Montag, 18. Januar 2010
FEED THE REEF. DIVING GREAT BARRIER.
YEAHHHHH. WE DID IT. Wir waren am Great Barrier Reef tauchen. Aber das war eine hart erkeampfte Kerbe im Bettpfosten. Der Weg zum Riff war die Hoelle. Und ueberraschender Weise der Weg zurueck auch. Ein weiteres Kapitel im Buch der Missverstanendnisse. Wenn die Tauchguides sagen: „ Manche werde seekrank.“ – meinen sie 2 Meter hohe Wellen. Nicola hatte einen Heidenspass und hat bei jeder Welle gequitscht vor Freude. Ich habe auch gequitscht. Aber leider nicht vor Freude. Das Tauchen war natuerlich ein Erlebniss. Haben einen kleinen Stachelrochen gesehen. Und einen Haufen Schildkroeten vom Boot aus....na ja, an Futter mangelts denen jetzt nicht mehr.
Flutschfinger im Fressodrom.
Wir haben eine gefuehrte Topur ueber Frasier Island gebucht und lassen uns jetzt von unserem neuen Freund Steve und seinem 40-Seater 4WD Bus ueber die Insel schuckeln. Dort gibt es naemlich keine festen Strassen und der Highway ist der Strand. Dort gibt es sogar Verkehrsschilder. Aber die meiste Zeit ist da Vollgas erlaubt. Also 80...Essen gibt es im sogannten EURONG BEACH RESSORT. In einem kleinen Saal, in dem ungefaehr 1000 Leute Platz finden koennten. Wir taufen es schnell FRESSODROM. Doch eigentlich braucht man gar keine Essen, denn man ist ab dem Moment satt, wo man die Kuechencrew erspaeht hat. Die Vorstellung das die dicken, kleinen schmierigen Freunde irgendwas anfassen, was wir essen stillt den Apettit. Das erste mittag es uebel. Abends fangen sich die Meisterkoeche. Es gibt mexikanisch. Heiss und fettig liegt ihnen offenbar mehr als Pasta. Haette ich ihnen vorher sagen koennen. Aber Steve zeigt uns unglaubliche Seen und Wahninnsfelsvorspruenge und als Gratissahnehauebchen gibts die neusten Entwicklungen an der Sonnenbrandfront in der Sitzreihe vor uns. Wie viele Rotttoene es gibt. Morgens wenn man kurz die Augen geschlossen hat und dann wieder oeffnet erinnert die Schulterpartie der Hollaenderin an Ayers Rock, Zumindest schildertern ihn uns die Aussies so...als wuerde er von innen leuchten. Abends koennte es ein Hummer sein, mittags schillert sie manchmal fast schon kuenstlich, wie die Flutschfinger von damals. Nur nicht so lecker natuerlich. Dank Flutschfinger und Fressodrom, dem netten Steve und seinem Bus war der kleine Ausflug nach Frasier ein Erfolg.....
SURFERS PARADIES.
Sehr kreativ in der Namensgebung sind die Australier nicht. Da wird ein schoener Surfstrand mal schnell einfach mal Surfers Paradies genannt. Und alle wollen hin. Was man findet, ist viel: viel Beton. Die Costa Blanca nur in australisch. Schrecklich. Schnell weiter an die Sunshine Coast. Da soll es netter sein.
ADVENTURE BEFORE DIMENTIA.
Sind irgendwie in Hervey Bay auf einem Senioren Camping Platz gelandet. Super Camping Platz und guenstig. Aber wir liegen ungefahr 50 Jahre unterm Schnitt. Aber unglaublich nett sind sie hier alle. Die Rentner. Die leben alle nach einem interessanten Konzept. Ein Phaenomen was hier GREY NOMADS gennant wird. Viele haben Haus und Hof verkauft und und ziehen jetzt mit ihrem Camper durch die Lande. Oder auch nicht. Manche sitzen jetzt schon seit einem Jahr auf diesem Ressort fest. Ist ja auch nett hier. Bisschen viele Schlangen vielleicht. Aber ansonsten nett.
MISSUNDERSTANDING PART 2. ENTFERNUNGEN.
Trau keinem Australier wenn es um Entfernungen und Zeitentschaetzungen geht. Das ist um die Ecke. Die Strasse zuende und dann links. Kann bedeuten: 150 km geradeaus und dann 40km nach links. Just around the corner...fahr besser gar nicht erst los.
MISSUNDERSANDINGS PART 1. PERFECT SURF CONDITIONS.
NAtuerlich will ich surfen in Australien. Haben einen guten Strand gefunden. Coolum. Super Wellen wie ich vom Ufer aus befinde und noch mal mit der Surf Rescue bespreche. „ MATE, you habe to get a Board now. Perfect Conditions. Get out and have fun.“ Also habe ich mir ein Board besorgt und bin raus. Schliesslich war ich ja auch schon ein paar mal surfen und so paddeln ich und mein Ego raus ins Line Up. Mein Ego blieb im Line Up. Denn dort erwarteten uns 3 Meter hohe Wellen. Und zwar schnelle Wellen, die mich ein paar mal ordentlich in die Mangel nehmen, bevor ich alleine und kleinlaut wieder zurueck ins Weisswasser paddel. Dort buesse ich ausserdem noch ein paar Finnen ein. Und kehre ohne Ego und Finnen an den Strand zurueck, wo mich schon die Rescue Freunde erwarten...ja, ja perfect conditions ich weiss....fuer leute die ihr leben lang nichts anderes gemacht haben.
ONCE WE THOUGHT WE DIDN’T SEE AUSTRALIA. THEN WE REALISED IT IS AUSTRALIA.
Campen in Australien. PLoetzlich das totale Gegenteil von unserem Reisen in Asien, wo wir keinen Finger ruehren mussten und dafuer auch noch keinen Cent bezahlen mussten. Jetzt machen wir allles selber und zahlen dafuer auch noch. Mist. Alles falsch gemacht, aber dafuer sind wir in Australien. Und auf dem Camping Plaetzen trifft man die echten Australier. Die reisen mit Equipment an, da wuerde jeder Hollaender sich vor Scham hinter seinem Wohnwagen einbuddeln. Deren Barbis (Grills) sind ungefaehr so gross wie unser Bulli und in deren Eskis (Kuehlbox) koennten wir ihn wohl auch parken. Die Zelte sind mehrstoeckig und bieten Platz fuer ganze Kleinstaedte. Die obliugatorische Bierdose ist immer zu Hand und es liegt auch immer irgendein Stueck Fleisch auf dem Grill. Dabei werden marzialische Geschichten von erlegten Schlangen und totgeefahrenen Kangeroos erzaeht. Ho Ho Ho....Echte Australier campen. Und kommen mit LKWs und Bussen....
ONCE I THOUGHT I RENTED A CAMPER. THEN I REALISED IT WAS A WICKED.
YEAH…Oder wie sagt man: “WICKED!!!!“ Wir haben unseren Camper. Aber ist nichts wicked an einem Wicked Camper. Der Verleiher hat eine absolut miese Attituede, die einem suggeriert: Wir haben einen Haufen Scheisse zu vermieten, und zwar fuer viel zu viel Geld. Moechtest du den Haufen scheisse in einer anderen Farbe? Aber natuerlich geht das nicht, wir finden jemanden der genau diesen Farbton super findet. Dein Haufen Scheisse faehrt nicht? Aber natuerlich kuemmern wir uns um nichts. Du hast ihn schliesslich gemietet und jetzt ist es dein Haufen Scheisse. Wir haben sogar einen ULTRA-WICKED. Das ist ein etwas neuerer Haufen Scheisse. Ich schaetz mal, er ist 5 Jahre juenger als die anderen, also. ca. 15-20 Jahre alt. Aber er ist angeblich auch ultra Sprtsparend und hat eine Klimaanlage....Also wenn ihr nach Australien kommt, tut alles aber mietet keinen WICKED VAN. Der sieht natuerlich lustig aus, aber da hoert der Spass auch schon auf. Wir haben die Beatles auf der Seite und auf dem Heck den charmanten Spruch:“ ONCE I THOUGHT I WAS A SLUT. THEN I REALISED I WAS ACTING LIKE A MAN.“ Schoen. Auf geht’s. WIr haben keine Ahnung wo wir hinwollen. Optimale Bedingungen also.
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