Freitag, 22. Januar 2010
RIDING GIANTS.
Haben unsere erste 30 Meter Wellen gesurft. Und zwar in Mungo Brush. Unsere 30 Meter Wellen waren allerdings aus Sand und haben sich nicht bewegt. Und wir leider auch. Genauer gesagt: Wir waren sandboarden. Bzw. wir haben es versucht. Leider entwickelte sich die Abfahrtsgeschwindigkeit nicht nach unseren Vorstellungen. Wir standen viel. Eigentlich nur, streng genommen. Und das in viel, viel, viel Sand, auf der groessten Duene Australiens. Nur ob ich sie rauf oder runtersurfe war egal. Bisschen bloed. Morgen wollen wir in Sydney wieder das andere Element reiten...Yeah...
Montag, 18. Januar 2010
FEED THE REEF. DIVING GREAT BARRIER.
YEAHHHHH. WE DID IT. Wir waren am Great Barrier Reef tauchen. Aber das war eine hart erkeampfte Kerbe im Bettpfosten. Der Weg zum Riff war die Hoelle. Und ueberraschender Weise der Weg zurueck auch. Ein weiteres Kapitel im Buch der Missverstanendnisse. Wenn die Tauchguides sagen: „ Manche werde seekrank.“ – meinen sie 2 Meter hohe Wellen. Nicola hatte einen Heidenspass und hat bei jeder Welle gequitscht vor Freude. Ich habe auch gequitscht. Aber leider nicht vor Freude. Das Tauchen war natuerlich ein Erlebniss. Haben einen kleinen Stachelrochen gesehen. Und einen Haufen Schildkroeten vom Boot aus....na ja, an Futter mangelts denen jetzt nicht mehr.
Flutschfinger im Fressodrom.
Wir haben eine gefuehrte Topur ueber Frasier Island gebucht und lassen uns jetzt von unserem neuen Freund Steve und seinem 40-Seater 4WD Bus ueber die Insel schuckeln. Dort gibt es naemlich keine festen Strassen und der Highway ist der Strand. Dort gibt es sogar Verkehrsschilder. Aber die meiste Zeit ist da Vollgas erlaubt. Also 80...Essen gibt es im sogannten EURONG BEACH RESSORT. In einem kleinen Saal, in dem ungefaehr 1000 Leute Platz finden koennten. Wir taufen es schnell FRESSODROM. Doch eigentlich braucht man gar keine Essen, denn man ist ab dem Moment satt, wo man die Kuechencrew erspaeht hat. Die Vorstellung das die dicken, kleinen schmierigen Freunde irgendwas anfassen, was wir essen stillt den Apettit. Das erste mittag es uebel. Abends fangen sich die Meisterkoeche. Es gibt mexikanisch. Heiss und fettig liegt ihnen offenbar mehr als Pasta. Haette ich ihnen vorher sagen koennen. Aber Steve zeigt uns unglaubliche Seen und Wahninnsfelsvorspruenge und als Gratissahnehauebchen gibts die neusten Entwicklungen an der Sonnenbrandfront in der Sitzreihe vor uns. Wie viele Rotttoene es gibt. Morgens wenn man kurz die Augen geschlossen hat und dann wieder oeffnet erinnert die Schulterpartie der Hollaenderin an Ayers Rock, Zumindest schildertern ihn uns die Aussies so...als wuerde er von innen leuchten. Abends koennte es ein Hummer sein, mittags schillert sie manchmal fast schon kuenstlich, wie die Flutschfinger von damals. Nur nicht so lecker natuerlich. Dank Flutschfinger und Fressodrom, dem netten Steve und seinem Bus war der kleine Ausflug nach Frasier ein Erfolg.....
SURFERS PARADIES.
Sehr kreativ in der Namensgebung sind die Australier nicht. Da wird ein schoener Surfstrand mal schnell einfach mal Surfers Paradies genannt. Und alle wollen hin. Was man findet, ist viel: viel Beton. Die Costa Blanca nur in australisch. Schrecklich. Schnell weiter an die Sunshine Coast. Da soll es netter sein.
ADVENTURE BEFORE DIMENTIA.
Sind irgendwie in Hervey Bay auf einem Senioren Camping Platz gelandet. Super Camping Platz und guenstig. Aber wir liegen ungefahr 50 Jahre unterm Schnitt. Aber unglaublich nett sind sie hier alle. Die Rentner. Die leben alle nach einem interessanten Konzept. Ein Phaenomen was hier GREY NOMADS gennant wird. Viele haben Haus und Hof verkauft und und ziehen jetzt mit ihrem Camper durch die Lande. Oder auch nicht. Manche sitzen jetzt schon seit einem Jahr auf diesem Ressort fest. Ist ja auch nett hier. Bisschen viele Schlangen vielleicht. Aber ansonsten nett.
MISSUNDERSTANDING PART 2. ENTFERNUNGEN.
Trau keinem Australier wenn es um Entfernungen und Zeitentschaetzungen geht. Das ist um die Ecke. Die Strasse zuende und dann links. Kann bedeuten: 150 km geradeaus und dann 40km nach links. Just around the corner...fahr besser gar nicht erst los.
MISSUNDERSANDINGS PART 1. PERFECT SURF CONDITIONS.
NAtuerlich will ich surfen in Australien. Haben einen guten Strand gefunden. Coolum. Super Wellen wie ich vom Ufer aus befinde und noch mal mit der Surf Rescue bespreche. „ MATE, you habe to get a Board now. Perfect Conditions. Get out and have fun.“ Also habe ich mir ein Board besorgt und bin raus. Schliesslich war ich ja auch schon ein paar mal surfen und so paddeln ich und mein Ego raus ins Line Up. Mein Ego blieb im Line Up. Denn dort erwarteten uns 3 Meter hohe Wellen. Und zwar schnelle Wellen, die mich ein paar mal ordentlich in die Mangel nehmen, bevor ich alleine und kleinlaut wieder zurueck ins Weisswasser paddel. Dort buesse ich ausserdem noch ein paar Finnen ein. Und kehre ohne Ego und Finnen an den Strand zurueck, wo mich schon die Rescue Freunde erwarten...ja, ja perfect conditions ich weiss....fuer leute die ihr leben lang nichts anderes gemacht haben.
ONCE WE THOUGHT WE DIDN’T SEE AUSTRALIA. THEN WE REALISED IT IS AUSTRALIA.
Campen in Australien. PLoetzlich das totale Gegenteil von unserem Reisen in Asien, wo wir keinen Finger ruehren mussten und dafuer auch noch keinen Cent bezahlen mussten. Jetzt machen wir allles selber und zahlen dafuer auch noch. Mist. Alles falsch gemacht, aber dafuer sind wir in Australien. Und auf dem Camping Plaetzen trifft man die echten Australier. Die reisen mit Equipment an, da wuerde jeder Hollaender sich vor Scham hinter seinem Wohnwagen einbuddeln. Deren Barbis (Grills) sind ungefaehr so gross wie unser Bulli und in deren Eskis (Kuehlbox) koennten wir ihn wohl auch parken. Die Zelte sind mehrstoeckig und bieten Platz fuer ganze Kleinstaedte. Die obliugatorische Bierdose ist immer zu Hand und es liegt auch immer irgendein Stueck Fleisch auf dem Grill. Dabei werden marzialische Geschichten von erlegten Schlangen und totgeefahrenen Kangeroos erzaeht. Ho Ho Ho....Echte Australier campen. Und kommen mit LKWs und Bussen....
ONCE I THOUGHT I RENTED A CAMPER. THEN I REALISED IT WAS A WICKED.
YEAH…Oder wie sagt man: “WICKED!!!!“ Wir haben unseren Camper. Aber ist nichts wicked an einem Wicked Camper. Der Verleiher hat eine absolut miese Attituede, die einem suggeriert: Wir haben einen Haufen Scheisse zu vermieten, und zwar fuer viel zu viel Geld. Moechtest du den Haufen scheisse in einer anderen Farbe? Aber natuerlich geht das nicht, wir finden jemanden der genau diesen Farbton super findet. Dein Haufen Scheisse faehrt nicht? Aber natuerlich kuemmern wir uns um nichts. Du hast ihn schliesslich gemietet und jetzt ist es dein Haufen Scheisse. Wir haben sogar einen ULTRA-WICKED. Das ist ein etwas neuerer Haufen Scheisse. Ich schaetz mal, er ist 5 Jahre juenger als die anderen, also. ca. 15-20 Jahre alt. Aber er ist angeblich auch ultra Sprtsparend und hat eine Klimaanlage....Also wenn ihr nach Australien kommt, tut alles aber mietet keinen WICKED VAN. Der sieht natuerlich lustig aus, aber da hoert der Spass auch schon auf. Wir haben die Beatles auf der Seite und auf dem Heck den charmanten Spruch:“ ONCE I THOUGHT I WAS A SLUT. THEN I REALISED I WAS ACTING LIKE A MAN.“ Schoen. Auf geht’s. WIr haben keine Ahnung wo wir hinwollen. Optimale Bedingungen also.
Samstag, 2. Januar 2010
TODAY WHAT DAY? IT'S TURTLE DAY...
Neulich am fliegenden Teppich leistete uns diese ehrenwerte Dame Gesellschaft.
THE TURTLE from Nils Haseborg on Vimeo.
Freitag, 1. Januar 2010
Nightrain to Bangkok.
Wenn es nicht schon das Nightboat geben wuerde, muesste man einen Song so nennen. Wir sitzen drin und lauschen der repetitiven Melodie, die die alte Lock und die Schienen zum besten geben. 12 Stunden bis Bangkok. 11 Stunden bis Surataha oder so. Die alte Koenigststadt. Der Schaffner bringt die Speisekarte. Anscheinend gibts gleich lecker Abendessen. Mal wieder wissen wir nicht so genau was wir bestellen, aber es schmeckt. Dann Punkt Neun kommt der Mann mit dem Schluessel und gibt uns zu verstehen, dass jetzt geschlafen wird und klappt unsere Betten aus. Nicht schlecht. So laesst sichs leben und vor allem schlafen. Gegen halb sechs morgens wecken uns die inbruenstigen Atemwegsreinigungsarbeiten des Schaffners. Klingt nach Sedimentbildung zweiten Grades. Aber wir sind mehr oder weniger wach und stehen ploetzlich auf dem Bahnhof. Nein, wir wollen kein Tuk Tuk. Wir haben heute Backpacker Tag und wollen laufen, schliesslich ist es nur 29 Grad und hostel um die Ecke...munkelt man.
You have the watches. We have the time.
Eine kleine Anekdote - erzaehlt von Travellern, die gerade Indien bereist hatten. „You have the watches. We have the time.“ Eine Standardreaktion auf uns Europaeer....wenn es uns mal wieder alles nicht schnell genug geht. Schoen. Und leider so wahr. Wir koennen uns den Seitenhieb nicht verkneifen und schicken sie weiter an die Heimgebliebenen. Mit liebem Gruss natuerlich.
Time goes pai.
Fast eine Woche waren wir nun in Pai, einem kleinen netten Oertchen im Nordwesten Thailands. Leider hat er wohl seine besten Tage gehabt. Aus der entspannten Hippienklave ist ein umtriebiges Touristennest geworden. Schade drum, vor 5 bis Jahren muss hier mal gigantisch gewesen sein. Die Abende am Fluss, der Morgennebel, der das Tal einfach nicht freigeben will und sich mit der Sonne ein zaehes Gefecht liefert. Die umliegenden heissen Quellen und der wohltuende Einfluss einiger weniger Europaeer, die den Espresso brachten und mit ihm blieben. Jetzt muss man jede Sekunde aufpassen nicht von einem 8 Jaehrigen und seinem 125ccm Scooter ueber den Haufen gefahren zu werden, waerend man man die maschiato bar wechselt. Aber man schraubt ja seine Erwartungen zurueck und freut sich, dass er wenigstes nicht betrunken ist. Die Zeiten in denen man hier seine Ruhe hatte sind defintiv vorbei. Ueber die Weihnachtstage droehnt ein Festival durch das eigentlich so beschauliche Tal und erzeugt vor allem bei uns das Gefuehl umsonst um die halbe Welt geflogen zu sein, Auf dem Kiez uebernachten waere dann doch guenstiger gewesen. Aber zumindest kennen wir jetzt alle Wortspiele mit Pai...von Pairadise bis Time goes pai. Bye pai...und pai the way: schade um dich.
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