Freitag, 12. März 2010
Mittwoch, 10. März 2010
Hey kleines dickes Maedchen. You are an IRONMAN.
Zufaellig laufen wir in Taupo in den Ironman Neuseeland. Geil. Verpassen den Start nur ganz knapp, sind aber fuer unsere Verhaeltnisse verdammt puenktlich. Tolle Wettkampfathmospaere in der Stadt. Wir schauen den Schwimmern bei ihren 3,8km durch den arschkalten See zu und gehen dann erstmal fruehstuecken. Sportlerfruehstueck versteht sich. Spiegeleier, Speck, Toast. Nicola isst pochierte Eier an Spinat und Pilzen mit Sauce Hollandaise auf Kartoffelpuffer. ARGHHHH. Dazu den kleinen Cappuchino. So gestaerkt, schauen wir uns jetzt die Fahrraedfahrer an. Ich nerv Nicola, in dem ich staendig auf Fahrraeder zeige und erklaere was daran gut ist und warum ausgerechnet dieses Fahrrad meiner Triathlonkarriere einen kaum messbaren aber psychologisch unglaublich wertvollen Boost geben wuerde. Mein Traumfahrrad (das weisse P3 2010) kommt drei bis viermal vorbei....im Mittelmass meint Nicola. Boesartig. Bevor die Freunde laufen gehen, gehen wir noch mal ins Spa. Man soll ja nicht mit kalten Beinen an der Laufstrecke stehen. Das ist ungesund. Die Profis kommen schon ins Ziel und wir gehen essen. Dann noch mal Tragoedien schauen. Meine Guete. Alle sind um 7 Uhr Morgens gestartet. Um acht Uhr abends haben manche noch 21km Laufen vor sich....Da spielen sich echte Dramen ab. Aber alle, die im Ziel sind - und das teilweise zu unglaublich guten Zeiten - werden gefeiert. Nicht nur vom Stadionsprecher, der jeden namentlich einlaufen laesst. Ich bekomme noch eine Gaensehaut....wenn er immer wieder hinausbruellt „Well done, Stewart, Peter, Lisa, dicker Chinese, duenner Japaner, muskebepackter Amerikaner, kleines, dickes Maedchen: „ YOU ARE AN IRONMAN!!!!!!“Morgen geh ich radfahren.
Zu Fuss durch Mordor. Mit Bus Pick-Up hinter Mount Doom.
Tongariro-Crossing. Eine 19km lange Wanderung quer durch Vulkanland. Ueber dem einen Berg (Mount Nghauruhoe) schwebt in Herr der Ringe das boese Auge Saurons. Der Weg dahin, die Lawastroeme, die verbrannte Erde und Geroellhalden waren Teil dessen, was im Film Mordor wurde. Eine gewaltige Kulisse. Und das auch ohne Special Effects. Man fragt sich wieso keiner Bilbo vom den organisierten Bustouren erzeahlt hat. Das haette sein dunkles Gemuet sicher aufgehellt. Wir haben uns ueber den Bus schliesslich gefreut. Nach 6,5 Stunden auf und ab. Merkwuerdig: Schullkassen ziehen durch Mordor. Das sagt einem vorher keiner. Man rechnet hinter jeder Ecke mit Orks und anderen finsteren Gestalten. Aber auch die haben sich bestimmt in ihre Loecher zurueckgezogen als sie die Horden prepupertaerer Penaeler auf sich zustuermen sahen, die bis zur Haelfte des Anstiegs geradezu widerlich gut gelaunt sind. Doch dann trifft auch sie die Sonne und der Anstieg. Und man goennt es ihnen von Herzen. Zu Hunderten schwirren sie um einen herum, schmeissen sich todesmutig in jedes Foto, gruppieren sich zielsicher um einen herum. Am besten man setzt sich mitten hinein, dann ist die Chance am groessten, dass ihnen das zu langweilig ist. Interessant wird es dann noch mal auf dem Abstieg. Da sinkt naemlich der Unterhaltungsfaktor der Strecke mit mit jedem Meter den wir uns wieder dem Meeresspiegel naehern. Dabei steigt den Quengelfaktor enorm und allen faellt ein, dass sie ja total muede sind und der Rucksack so schwer. Trotzdem toll, dass hier so was gemacht wird. In Deutschland muesste man sich als Leher wahrscheinlich vier Anwaelte nehmen, bevor man mit einer Schulklasse solch eine Wanderung macht. Denn dort - so hoeren wir undercover bei dem deutschen Rentnerpaerchen mit – wuerde so eine Wanderung nicht so einfach gehen. Und die Kleinen wuerden so schwer tragen und ueberhaupt die Schuhe und der Ruecken und genug zu trinken und Haltungsschaeden und Socken, Hosen , Jacken, Brillen, Muetzen und was nicht noch so dagegen spricht. Ist halt Mordor hier. Da laueft das anders.
Dienstag, 2. März 2010
Glowworms
Ein wunderbares Spektakel....Links seht ihr die Hoehle durch die wir geklettert sind, Rechts ist eine Schlucht und in der Mitte stehen wir. Im Hintergrund sieht man Gluehwuermchen. Gut, es sind ein, zwei Buesche davor. aber grundsaetzlich toll.
Stell dir vor es kommt ein Tsunami und alle gehen hin.
Tsunamiwarnung fuer Neusseland. Aber wir scheinen hier die einzigen zu sein, die das halbwegs ernst nehmen. Ansonsten fahren viele Kiwis erwartungsvoll an den Strand, trinken dort Kaffee oder Campen dort in der Hoffnung Zeuge zu sein, wenn die vermeintliche Welle die Kueste trifft. Das tat sie dann auch. Und zwar morgens um 8.20 Orstzseit. Und sie war gigantische 1,20m hoch. Also nicht zu sehen, nur von Messgeraeten zu erfassen. Ein bisschen entschaeuscht schienen schon alle zu sein. Keine Killerwelle, die die ganze Kueste zerstoert. Dann waere wenigstens endlich mal was los gewesen hier.
DIGGA, WIR BRAUCHEN MEHR BIER. ABEL TASMAN NATIONAL PARK.
Vier Tage Wandern im Abel Tamsan National Park. Endlich benutzen wir unsere Wanderrucksaecke mal zum Wandern und die sie koennen ihre gigantischen Packvolumina – meiner soll angeblich bis zu 75l fassen – ausspielen. Zelt, einpacken, Schlafsaecke, Isomatten und Essen fuer vier Tage. Fuer uns Fressmaschinen. Das wird schwer. Gott sei Dank haben wir keine Wagen zur Hand. Am Ende liegen wir bei ca. 12- 15 Kg wuerde ich schaetzen. Die Tagesdistanzen liegen bei jeweils 3-5 Stunden laufen. Laecherlich wie wir befinden. Das Wetter ist gigantisch und wir entscheiden uns den ersten Tag mit dem Kayak bestreiten. Erspart viel Schlepperei und eroeffnet viele schoene Blicke auf tolle Sandtraende, Seehundkolonien und zwei Hamburger Jungs, die wohl die das gleiche vorhaben. Allerdings mit voellig anderer Grundidee. Ihr Hauptproblem ist das Ladevolumen des Kayaks: 120l. Da auch sie leider ja Essen und ein Zelt brauchen bleiben hoechstens 40l Stauraum fuer Bier. Und das Alda, Digga, weisst du, iss viel zu wenig. Aber der schlaue Hamburger denkt mit und trinkt vor, den was im Bauch ist, muss ja bekanntlich nicht ins Boot. Mit ordentlich Schlagseite gehts dann aufs Meer hinaus. Wir treffen sie spaeter wieder. Da zieht man sich gerade gegenseitig aus dem Boot. Ich wusste nicht, dass man eine Fahne tatsaechlich 30 m mit dem Wind riechen kann. Aber auch nuechtern, war Abel Tasman ein Traum. Traumstraende, tolle Wanderwege. Und ueberhaupt. Alda, Digga, weisste selber.
Was war zuerst? Das Ei? Oder Rugby?
Egal eigentlich. Wie mal ein beruehmter Rugbyspieler sagte:“ ich habe aufgehoert nachzudenken. Dsa vertraegt sich nicht mit meinem Spiel. SO aehnlich schauen wir uns auch das Spiel an. 15 Spieler pro Mannschaft scheinen sich mehr oder weniger ohne Regeln aufs Maul zu hauen. Trotzem verletzt sich keiner und abundzu faellt ein Tor. Alle trinken Bier und essen Pommes. Unser Heimteam die Wellington Hurricanes – die zur Zeit wohl beste Vereinsmanschaft der Welt - faellt 80 Minuten lang ueber eine arme Horden Buren aus Suedafrika her. Am Ende steht 40 zu 18. Eine Klatsche. Aber keiner hier hat weniger erwartet. Also gehen auch wir zufrieden nach Hause.
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